Wildobst-Ertragshecken – Vorteile für die Landwirtschaft


Hecken bieten vielfältige Vorteile für die Landwirtschaft. Meist jedoch stören die historisch entstandenen Hecken den Betriebsablauf, werfen Schatten auf die Zwischenkulturen oder tragen auf andere Weise zur Ertragsminderung bei. Ertragshecken dagegen können den Gesamtertrag der Fläche steigern. Selten werden bei der Neuanlage von Hecken die Voraussetzungen für eine optimale Nutzung geschaffen. Das Konzept der Ertragshecken bietet durch ein Bausteinsystem eine einfache Möglichkeit, die Potentiale der Hecken zu nutzen. Dazu sollte man die erwünschte Nutzung und Wirkungen klären und bewerten.

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Erwünschte Wirkungen

Anwendungsbeispiele


 

 


  • Erosionsschutz

für Boden in Hanglagen und trockenen Gebieten


  • Windschutzeffekt

Für Zwischenkulturen sinnvoll, bes. bei leichten Böden


  • Holzertrag

für Wertholz, Energieholz, Weidepfähle


  • Frucht- und Nussertrag

als Zusatzeinkommen, Direktvermarktung


  • Blütengehölze

für Floristik, Eyecatcher, Ab-Hof-Verkauf


  • Randzoneneffekt

zur Ertragserhöhung der Zwischenkulturen


  • Naturschutz

in strukturarmen Landschaften


  • Feldbegrenzung

gegen Spritzmittelverwehung


  • Ästhetik

in baumlosen Landschaften


  • Sonstiges

Erlebnisraum, Nützlingsförderung, etc.



Hecken bieten dann einen Zusatzertrag, wenn mehrere der Anwendungsbeispiele gewünscht und gefördert werden. Einige der Wirkungen betreffen die allgemeinen Ansprüche der Landwirtschaft (z.B. Windschutzeffekt, Nützlingsförderung), andere zielen auf zusätzliche Kulturen ab (z.B. Wertholz- oder Sonderkulturanbau).

Um die einzelnen Nutzungen und Wirkungen zu optimieren, gibt es die einzelnen Planungsbausteine, die vor einer Neupflanzung von Heckenstrukturen bedacht und abgeklärt werden sollten.



Planungsbausteine

Notwendige Daten


 

 


  • Lage der Hecke in Gelände

Grundplan, Landschaftsrecht, Grenzabstände


  • Höhenprofil

Höhenkarte, Linien einmessen


  • Beabsichtigte Windschutzwirkung

Hauptwindrichtungen


  • Pflanzenauswahl

Heimische Bestände, Nutzungsoptionen, Bienenweide


  • Nutzungsansprüche

Vermarktungssituation, Bedürfnisse, Notwendigkeiten


  • Nutzungskonzept

Kernplanung


  • Pflegekonzept

Zeitplanung


  • Kosten

Kalkulationdaten


  • Naturschutzwirkung

Ökologisches Profil


  • Ästhetik

Blütezeiten, Blattfarben, Nutzung


  • Zwischenkulturen

Fruchtfolge



Aus diesen Daten, die zum Teil für die Situation erarbeitet werden müssen, ergibt sich die Planung. Nicht in jeden Falle werden alle Planungsbausteine genutzt werden. Je mehr jedoch Verwendung finden, desto umfassender ist das Ergebnis.

Es wird deutlich, dass die angeblichen „Platzfresser“ Hecken als durchdachtes Agroforstsystem einen Beitrag zur Ertragserhöhung bieten können. Unter www.agroforst.de findet man einen ausführlicheren Text.

Wenn sie Interesse an der Anlage einer solchen Hecke haben, setzen Sie sich mit mir in Verbindung: Burkhard Kayser kayser@agroforst.de


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